So klingt das Kryptozän

So klingt das Kryptozän

Wer das Lesen lassen will, kann sich bei Flux FM aus Pola Oloixaracs Kryptozän von Jörg Petzold vorlesen lassen. Sein Fazit?

Das Buch ist nicht sehr dick, aber ungemein dicht. Es geht um Biologie – eine andere Perspektive auf die Evolution, um Überwachung und totale Datensammlung – und natürlich um Hacker und ihre Rolle in der Gesellschaft und Politik. Das ganze ist wunderbar pointiert geschrieben, besitzt einen großartigen Humor und reiht sich fantastisch ein in die derzeitigen Debatten. Der Snowden-Film ist gerade rausgekommen, in der Berlinischen Galerie gibt es eine Ausstellung von Andreas Greiner, die zu den biologischen Fragestellungen passt – ihr seht: ich bin begeistert, es lohnt sich, das ist ein großartiges Buch!

https://www.fluxfm.de/kryptozaen-pola-oloixarac-lesen-und-lesen-lassen/

(Foto: Sophie Euler, Flux FM)

„James Joyce hätte es keine Sekunde im Googleplex ausgehalten“ – Pola Oloixarac im Interview (2/2)

„James Joyce hätte es keine Sekunde im Googleplex ausgehalten“ – Pola Oloixarac im Interview (2/2)

Nur noch wenige Tage, bis das Kryptozän beginnt. Im zweiten Teil des Interviews verrät Pola Oloixarac weitere Details ihres Hacker-Romans. Außerdem spricht sie über inspirierende Lektüren, die neuen Evangelisten des Positivismus und den Bildungsroman der Kohle – und sie erklärt, warum es sich trotz Youtube noch lohnt, Bücher zu schreiben.

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„Wer ist das Monster?“ – Pola Oloixarac im Interview (1/2)

„Wer ist das Monster?“ – Pola Oloixarac im Interview (1/2)

Just zum Beginn des Kryptozäns am 26.8.2016 erscheint der gleichnamige Roman von Pola Oloixarac. Mit Kryptozän wird Oloixarac, eine der umstrittensten Autorinnen Lateinamerikas, erstmals im deutschsprachigen Raum vorgestellt. Im Interview spricht sie nicht nur über ihren Roman, sondern auch über den Hacker als politischen Helden, Randomness als Lebensart, Literatur in Zeiten von Pokémon Go und darüber, warum die Snowden-Enthüllungen in Argentinien kaum wahrgenommen wurden.

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Beiträge zu einer Archäologie des Internets (1): Googles Roman und Anonymous’ Korrekturen

Beiträge zu einer Archäologie des Internets (1): Googles Roman und Anonymous’ Korrekturen

Der Einbruch des Kryptozäns ist maßgeblich beeinflusst von der Expansion der wirkmächtigsten Erfindung der vergangenen Jahrzehnte: des Internets. Seit seiner Geburt aus dem Geiste des militärisch-industriellen Komplexes hat das Internet verschiedene Entwicklungsstadien durchlaufen, von der großen Spielwiese (die es heute nur noch bei Wikipedia gibt) des World Wide Web über das Internet der Unterhaltung und dem der Dinge bis hin zum Medium der Totalvermessung – nicht umsonst entdeckt das Kryptozän die Zukunft im Verborgenen.

Pola Oloixarac hat sich schon früh als Reiseführerin durch Neuland empfohlen. In zahlreichen Artikeln hat sie Internetphänomene und technologische Entwicklungen dokumentiert, kommentiert und immer wieder gefragt, wie Kunst – und vor allem Literatur – (subversiv) mit ihnen umgehen können.

Die Beiträge zu einer Archäologie des Internets sind erst retrospektiv zu solchen geworden. Doch gerade die dezidierte Zeitgebundenheit ihrer Entstehung soll schlaglichtartig erhellen, was vom damals Diskutierten so etwas wie Dauer und höhere Aktualität beanspruchen darf – und was lediglich eine Fanseite auf MySpace. Was taugt heute noch zum trending topic? Welche Strategien gab und gibt es, um nicht auf Google Earth zu wohnen? Seit wann flirten wir schon mit Bots? Können Computerviren Werke politischer Schönheit sein, und ist Hacking das Vorbild für eine neue Art eingreifender Literatur?

Im ersten Teil besucht Pola Oloixarac die NASA, denkt darüber nach, an was für einem Roman Google schreibt – und wie Anonymous ihn redigieren kann.

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Was erscheint im Kryptozän? (3/3)

Im dritten und letzten Teil seines Gesprächs mit Alexandre Kluge erzählt Prof. Dr. Florencio Bormajer vom Begründer der spekulativen Botanik, Niklas Bruun, von den Abenteuern der Aufklärung – und von den Nuklearexperimenten des deutschen Wissenschaftlers Ronald Richters auf der Isla Huemul, in dessen Laboren »Stromatolithon« heute arbeitet.